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Cold Chisel

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Cold Chisel
Cold Chisel (2011)
Cold Chisel (2011) Image: source and license
Allgemeine Informationen
HerkunftAdelaide, Australien
Genre(s)Pub Rock
Aktive Jahre1973–1984; ab 2009
Websitecoldchisel.com.au
Aktuelle Besetzung
Gesang · Jimmy Barnes
Gesang, Gitarre · Ian Moss
Keyboard · Don Walker
Bass · Phil Small
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug · Steve Prestwich (†)

Cold Chisel (engl. für Metallmeißel) ist eine australische Rockband.

Bandgeschichte#edit

Cold Chisel wurde 1973 in Adelaide in South Australia gegründet, wechselte aber später den Standort nach Sydney. Mit ihrer ersten, 1978 erschienenen LP platzierte sich die Band sofort in den australischen Charts. In den 1970er und 1980er Jahren hatten sie einige Hits. Ihr Erfolg war allerdings im Wesentlichen auf Australien und Neuseeland begrenzt. Weder in den Vereinigten Staaten noch in Europa gelang ihren Platten der Einzug in die Hitparaden. Das Live-Doppelalbum Swingshift aus dem Jahr 1981 mit einer Mischung aus Boogie und Blues verschaffte der Band Auftrittsmöglichkeiten, in Australien tourten sie mit Rod Stewart, in den USA waren sie mit Ted Nugent und Cheap Trick unterwegs und in Europa waren sie im Vorprogramm von Slade zu sehen. In Deutschland gaben sie 1982 unter anderem ein Konzert in der Rockpalast-Reihe. In Australien traten sie 1982 nur noch vor ausverkauften Häusern auf. Im April 1983 kam es bei einem Konzert im Rahmen eines Motorrad-Festivals zu massiven Ausschreitungen.

Trotz großer Erfolge in Australien löste sich die Band 1984 auf. Jimmy Barnes begann eine erfolgreiche Solokarriere und gehört seither zu den bekanntesten australischen Rocksängern, sein Auftritt bei der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2000 bescherte ihm ein weltweites Publikum. Don Walker hatte Ende der 1980er Jahre einige kleinere Erfolge mit der Band Catfish, bei seinen verschiedenen Projekten wirkte er immer wieder mit Ian Moss zusammen. Steve Prestwich gehörte eine Weile zur Tourband von John Farnham. Die Platten von Cold Chisel blieben auch nach ihrer Trennung in Australien gut verkäuflich, was eng mit der Karriere von Jimmy Barnes zusammenhing. Nachdem über Jahre immer wieder Kompilationen und noch nicht veröffentlichtes Material auf neuen Platten erschien, produzierte die Gruppe 1998 mit The Last Wave of Summer ein neues Album, das mit einer ausverkauften Tournee durch Australien populär gemacht wurde. Nach einem letzten gemeinsamen Auftritt von Cold Chisel 2005 bei einem Benefizkonzert für die Opfer des Seebebens vom 26. Dezember 2004 trennte sich die Band ein zweites Mal.

Aus einem gemeinsamen Auftritt im Jahr 2009 entwickelte sich erneut eine Zusammenarbeit, die auch mit dem Tod von Schlagzeuger Steve Prestwich im Januar 2011 kein Ende fand. Ein Jahr später veröffentlichten die vier verbliebenen Bandmitglieder das siebte Studioalbum der Band mit dem Titel No Plans.

Cold Chisel gelten als typische Vertreter des australischen Pub Rock. Geprägt ist ihre Musik von der rauen Stimme ihres Sängers Jimmy Barnes und dem Gitarrenspiel von Ian Moss. Der kräftige Rhythmus und Jimmy Barnes’ Stimme sind die erdige Seite der Musik, ausgefeilte Texte über den Alltag in Australien und ausgeprägter Satzgesang sind aber gleichzeitig Nachweise eines durchaus hohen künstlerischen Anspruchs. 1993 wurde die Band in die ARIA Hall of Fame aufgenommen.[1]

Diskografie#edit

Alben#edit

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 AU
1980EastAU5
×6 Sechsfachplatin [3]
(4 Wo.)AU
Charteinstieg in AU 2011
1981SwingshiftAU33
×3 Dreifachplatin
(2 Wo.)AU
Charteinstieg in AU 2011
1991ChiselAU3
×9 Neunfachplatin
(56 Wo.)AU
1994Teenage LoveAU6
Gold
(8 Wo.)AU
1995Chisel / You’re Thirteen, You’re Beautiful & You’re MineAU10
Gold
(6 Wo.)AU
1998The Last Wave of SummerAU1
×2 Doppelplatin
(14 Wo.)AU
2003RingsideAU16
Gold
(8 Wo.)AU
2011The Best of Cold Chisel – All For YouAU2
×4 Vierfachplatin
(192 Wo.)AU
2012No PlansAU2
Gold
(6 Wo.)AU
2013The Live Tapes Vol. 1 Hordern PavilonAU28
(7 Wo.)AU
The Live Tapes Vol. 1: Live At Hordern Pavilion. April 18, 2012 (Deluxe CD/DVD)AU27
(1 Wo.)AU
2014The Live Tapes Vol. 2: Live At Bombay Rock, April 27, 1979AU19
(1 Wo.)AU
2015The Perfect CrimeAU2
Gold
(12 Wo.)AU
2016The Live Tapes Vol. 3: Live At The Manly Vale Hotel, June 7, 1980AU11
(3 Wo.)AU
2017The Live Tapes Vol. 4: The Last Stand of the Sydney Entertainment CentreAU9
(1 Wo.)AU
2019Blood MoonAU1
(8 Wo.)AU
2020The Live Tapes Vol. 5: Live at the Bondi Lifesaver Feb 29, 1980AU5
(2 Wo.)AU
202450 Years – The Best ofAU1
(29 Wo.)AU
2025The Big Five-0 LiveAU4
(3 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 8. August 2025

Weitere Alben

  • 1978: Cold Chisel
  • 1979: Breakfast at Sweethearts
  • 1982: Circus Animals (AU: ×3Dreifachplatin )
  • 1984: Twentieth Century (AU: ×2Doppelplatin )
  • 1984: Barking Spiders Live: 1983
  • 1985: Radio Songs: A Best Of
  • 1987: Razor Songs (AU: Platin)
  • 1992: The Last Stand (AU: Gold)
  • 1999: Cold Chisel: The Studio Sessions
  • 2001: Chisel (Doppelalbum, AU: ×2Doppelplatin )
  • 2011: Never Before
  • 2011: Besides - B-sides / Bonus Tracks / Rarities
  • 2011: Covered

Singles#edit

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 AU
1978Khe Sanh
Cold Chisel
AU40
(2 Wo.)AU
Charteinstieg in AU 2011
1994Hands Out of My Pocket
Teenage Love
AU9
(9 Wo.)AU
Nothing But You
Teenage Love
AU16
(6 Wo.)AU
1995Yesterdays
Teenage Love
AU23
(3 Wo.)AU
1998The Things I Love In You
The Last Wave of Summer
AU10
Gold
(7 Wo.)AU
Water Into Wine
The Last Wave of Summer
AU46
(2 Wo.)AU

Weitere Singles

  • 1979: Goodbye (Astrid Goodbye)
  • 1979: Shipping Steel
  • 1980: Choir Girl
  • 1980: Cheap Wine
  • 1980: My Baby
  • 1982: You Got Nothing I Want
  • 1982: Forever Now
  • 1982: When the War Is Over
  • 1984: Hold Me Tight
  • 1984: Saturday Night
  • 1984: Flame Trees
  • 1991: Misfits

Videoalben#edit

  • 1986: Seeing Is Believing (AU: Platin)
  • 1992: The Last Stand (AU: ×2Doppelplatin )
  • 2003: Vision (AU: ×2Doppelplatin )
  • 2003: Ringside The Movie (AU: Platin)
  • 2006: Rockpalast (AU: Gold)
  • 2012: The Live Tapes Vol. 1: Live At Hordern Pavilion. April 18, 2012 (AU: Platin)

Auszeichnungen für Musikverkäufe#edit

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
GoldPlatinVer­käu­feQuel­len
 Australien (ARIA) 8× Gold8 39× Platin392.562.500aria.com.au
 Neuseeland (RMNZ) 3× Gold3 7× Platin7225.000radioscope.co.nz NZ2
Insgesamt 11× Gold11 46× Platin46

Literatur#edit

  • Christian Graf und Burghard Rausch: Rockmusik Lexikon. Amerika, Afrika, Australien, Asien. Band 1, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13872-8.

Einzelnachweise#edit

References#

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